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Die Großregion

Ein wesentliches Ziel der europäischen Einigung ist es, die Grenzen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union völlig abzuschaffen. Dadurch ergeben sich für Gebiete, die früher durch eine nationale Randlage benachteiligt waren, neue Entwicklungschancen. Industrieansiedlung wird durch das Einzugsgebiet im Nachbarland interessant. Handwerksbetriebe können jenseits der Landesgrenze Aufträge übernehmen. Auch die Bürgerinnen und Bürger haben Vorteile. Sie können zum Beispiel im Nachbarland Arbeit finden oder problemlos Ausflüge über die Grenze machen

Rheinland-Pfalz mit seinen Grenzen zu Frankreich, Belgien und Luxemburg fördert seit Jahren die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. So wurden effiziente und umweltverträgliche Verkehrsnetze unterstützt, der vorbeugende Hochwasserschutz gefördert und attraktive Angebote im Fremdenverkehr gefördert. Auch die Europäische Union unterstützt die Zusammenarbeit.

Neben kleinräumigen Kooperationen im Grenzgebiet zu Frankreich, Belgien und Luxemburg beteiligt sich Rheinland-Pfalz an grenzüberschreitenden Regionalzusammenschlüssen. Neben der Oberrhein-Kooperation hat vor allem die

Großregion Saarland - Lothringen - Luxemburg - Rheinland-Pfalz - Wallonische Region - Französische Gemeinschaft Belgiens - Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens

Modellcharakter. Der Kooperationsraum erstreckt sich zwischen Rhein, Mosel, Saar und Maas über eine Gesamtfläche von mehr als 65.000 Quadratkilometer. Rund elf Millionen Menschen leben hier. Der Zusammenschluss deckt alle für die wirtschaftliche, kulturelle, touristische und soziale Entwicklung relevanten Themenfelder ab.

In der Großregion verlieren die nationalen Grenzen tatsächlich weitgehend an Wirkung. Dies zeigt zum Beispiel die hohe Zahl an Verbrauchern und Arbeitskräften, die täglich zwischen dem Saarland und Frankreich, zwischen Belgien und Luxemburg, oder zwischen Luxemburg und Rheinland-Pfalz pendeln. Insgesamt liegt die Zahl der Berufspendler bei rund 120.000, davon haben allein 90.000 Luxemburg zum Ziel.

Seit 1995 treffen sich die Regierungschefs der Regionen einmal jährlich, um gemeinsame Projekte zu besprechen. Ein Ziel, das auf vielen Wegen verfolgt wird, ist beispielsweise die Mehrsprachigkeit vor allem der jüngeren Generation in Deutsch, Französisch und Englisch zu fördern. Auch die Abgeordneten aus den verschiedenen Parlamenten treffen sich regelmäßig.

 

Bildquelle
Wiki-Commons

Die Großregion

Weitere Informationen:
www.granderegion.net/