Die Geschichte der politischen Einigung Europas reicht zurück bis ins Jahr 1957. Damals begannen Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg zunächst wirtschaftlich, später auch politisch eng zusammen zu arbeiten. Sie schufen gemeinsame europäische Institutionen. Im Lauf der Zeit wurden immer mehr Aufgaben an die spätere Europäische Union übertragen.
Zudem wuchs der Kreis der Mitgliedstaaten in mehreren Schritten auf aktuell 27 an. Während des Kalten Krieges blieb die EU lange auf Westeuropa begrenzt. Seit den dramatischen Umwälzungen in Mittel- und Osteuropa hat sich dies geändert. Im Mai 2004 wurden allein zehn mittel- und osteuropäische Staaten Mitglied der EU. Mit dieser Erweiterung wurde die Trennung des Kontinents endlich überwunden. 2007 kamen dann Bulgarien und Rumänien zur EU. Jüngste Neuerung: Seit 1. Januar 2011 gehört Estland, das seit 2004 EU-Mitgliedstaat ist, zu den Euro-Staaten.
Wichtigstes Ergebnis war der Vertrag von Lissabon, der die EU handlungsfähiger und demokratischer macht. Der seit Dezember 2009 geltende Vertrag ist ein weiterer wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Europäischen Einigung.

