Den Standpunkt der Gemeinden und Regionen beim Prozess der Europäischen Einigung vertritt der Ausschuss der Regionen der EU (AdR). Er berät die Kommission, den Rat und das Europäische Parlament. Rheinland-Pfalz entsendet derzeit zwei Mitglieder in den Ausschuss der Regionen. Der rheinland-pfälzische Landtag bestimmte Staatsministerin Margit Conrad und den stellvertretenden Vorsitzenden des Europaausschusses, Dieter Klöckner MdL, als Vertreter des Landes im AdR in Brüssel.
Zu Stellvertretern im AdR wurden Staatsministerin Ulrike Höfken und Nils Wiechmann MdL gewählt. Die fünfjährige Amtszeit des AdR gemäß des Lissabon-Vertrags begann am 26. Februar 2010.
Der Ausschuss der Regionen der EU hat in den 16 Jahren seines Bestehens den Einfluss der regionalen Gebietskörperschaften in der Europäischen Union deutlich steigern können. Vor allem bei Fragen des Umweltschutzes, der Verbraucherpolitik, des Verkehrs, der Kohäsionspolitik und bei der Umsetzung der europäischen Rechtsakte auf der lokalen und regionalen Ebene werden seine Vorschläge von der EU-Kommission nicht nur gehört, sondern oft mit einbezogen. Außerdem besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem AdR und den jeweiligen EU-Ratspräsidentschaften, die den AdR häufig um Stellungnahme ersuchen.
Der AdR besteht aus 344 Mitgliedern. Deutschland entsendet 24 Mitglieder. Die Länder benennen Mitglieder für 21 Mandate, drei Mandate stehen den kommunalen Spitzenverbänden zu. Alle werden von Deutschland vorgeschlagen und vom EU-Ministerrat auf fünf Jahre ernannt. Der Ausschuss der Regionen der EU setzt sich zusammen aus Vertretern der regionalen und lokalen Gebietskörperschaften, die entweder ein auf Wahlen beruhendes Mandat in einer regionalen oder lokalen Gebietskörperschaft innehaben oder gegenüber einer gewählten Versammlung politisch verantwortlich sind.


